Das Upland in alten Zeiten

Linnenkerl zu Gast bei den Grundschülern

Willingen (bk). „Keen Menschke is in der Welt sau bekannt asse der Willinger Linnenkeerl out dem Waldecker Land”: Den Spruch, der den 50-Pfennig-Schein aus dem Jahr 1921 schmückt, kannten die Willinger Drittklässler schon. Auch dem Denkmal am Brunnenplatz haben sie kürzlich bereits einen Besuch abgestattet. Entsprechend groß war die Freude, als am Dienstag der Linnenkerl persönlich zu ihnen in die Uplandschule kam: Ernst-Wilhelm Gerbracht berichtete den Jungen und Mädchen von der Entwicklung des Uplanddorfes und von der besonderen Rolle, die die geschäftstüchtigen Handelsleute dabei gespielt haben.

Die Kinder beschäftigen sich im Sachkundeunterricht bei ihrer Klassenlehrerin Claudia Ladage schon seit mehreren Wochen mit der Geschichte des Uplands und seiner Bewohner, die in alten Zeiten aufgrund der kargen Böden immer auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen waren – angefangen von der Köhlerei über die Eisenverhüttung bis hin zum Handel mit Eisenwaren, Fasskranen und Tuchen. Einige Schüler brachten handgewebtes Leinen aus Urgroßmutters Aussteuer mit und ein Junge baute sogar aus Lego-Steinen einen Eisenhammer.

Am Freitag steht ein Besuch im Usselner Heimatmuseum auf dem Stundenplan. Kleine Referate über heutige Fremdenverkehrs- und Freizeiteinrichtungen und ein Besuch am Neerdarer Kohlenmeiler, der im Juni aufgebaut wird, runden den spannenden heimatkundlichen Unterricht ab. Foto: Ulrike Schiefner

WLZ vom 8. März 2012

 

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