Zum Tode von Liselotte Maser

Der gute Geist der Uplandschule

Studiendirektorin i.R. Liselotte Maser starb im Alter von 87 Jahren. Foto: Ulrike Schiefner

33 Jahre lang stand Liselotte Maser im Dienst der Uplandschule.  Sie starb am 31. Oktober im Alter von 87 Jahren.

„Sie war wie eine Mutter”, das bestätigten ihr ihre ehemaligen Schüler, als sie 1985 in den Ruhestand trat: gütig, besorgt um jeden Einzelnen, eine Freundin und Vertraute, aber auch eine strenge Lehrerin. Die verdienstvolle Pädagogin erblickte 1923 im südhessischen Groß-Umstadt das Licht der Welt. Nach dem Reichsarbeitsdienst studierte sie in Heidelberg, absolvierte ihr Referendariat in Darmstadt und kam 1952 nach Willingen.
Die Uplandschule befand sich damals noch im Aufbau. Der Unterricht fand in der Villa Heller statt. Die Internatler waren in mehreren Pensionen untergebracht. Neben der Unterrichtstätigkeit kümmerte sich Liselotte Maser um die neun Jungen im Haus Bärenfänger. Später übernahm sie die Aufsicht in sämtlichen Internatshäusern.
Die geschätzte Pädagogin unterrichtete die Fächer Deutsch, Geschichte und Erdkunde. Sie kümmerte sich um jedes einzelne Kind. „Es fehlte dabei nie an Klarheit und Bestimmtheit, doch ihre Güte und ihre Menschlichkeit, ihr großes Engagement für die ihr Anvertrauten behielten stets die Oberhand”, hieß es seinerzeit bei ihrer Verabschiedung. Über den Unterricht hinaus bemühte sie sich intensiv, die Schwächen einzelner Schüler in Deutsch zu beheben. Jahrelang war sie Vertrauenslehrerin, zeitweise sogar für den gesamten nordhessischen Bezirk.
Die vielseitigen Aufgaben an der Schule, die sie mit großer Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit wahrnahm, nahmen im Lauf der Jahre zu, insbesondere nach Liselotte Masers Ernennung zur stellvertretenden Leiterin des Gymnasiums im Jahr 1971. In langen Vakanzzeiten leitete sie insgesamt 30 Monate lang die Uplandschule. Wäre es nach den Eltern gegangen, hätte sie in den 1970er-Jahren die Schulleitung übernommen, sodass es nicht zu dem damaligen häufigen Wechsel im Amt des Direktors gekommen wäre. Auch nach ihrer Pensionierung nahm die Studiendirektorin noch regen Anteil am schulischen Leben und verfolgte aufmerksam die Entwicklung hin zur kooperativen Gesamtschule. Liselotte Maser wurde am 4. November 2010 zur letzten Ruhe gebettet. (Ulrike Schiefner)

 

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