Englisches Theater

Szene aus „Hamlet“. Foto: Henning Bach

Shakespeares „Hamlet“ in der Originalsprache

Willingen (bk). Ein Theater-Erlebnis der besonderen Art: Das „White Horse Theatre“ gastierte an der Uplandschule. Oberstufenschüler und Gäste sahen Shakespeares „Hamlet“ in der Originalsprache.

Überzeugend in Sprache und Mimik, didaktisch gut aufbereitet: So präsentierten die vier Akteure – zwei Männer, zwei Frauen, allesamt Theater-Profis aus englischsprachigen Ländern – eine Kurzfassung der Tragödie. Es gelang ihnen, die Geschichte des dänischen Prinzen mit einfachen Mitteln in anderthalb Stunden in Szene zu setzen.
Die rund 75 Besucher ließen sich von der Handlung, aber auch von Shakespeares klangvoller Sprache faszinieren. Sie belohnten die Schauspieler, die während des Stücks  in mehrere Rollen schlüpften, mit viel Beifall für das ausdrucksstarke und einprägsame Spiel. Der Theater-Abend wurde von Studienrätin Gabriele Englberger organisiert. Für die jüngeren Schülerinnen und Schüler hatte die Tournee-Gruppe zwei weitere, altersgerechte Stücke im Reisegepäck.
Das „White Horse Theatre“ war schon häufig zu Gast in Willingen. Es handelt sich um ein pädagogisches Tournee-Theater, das vor über 30 Jahren von dem englischen Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller und Musiker Peter Griffith gegründet wurde. Er lebt mit seiner Frau in Nordrhein-Westfalen und schreibt zahlreiche Theaterstücke selbst.
Das „White Horse Theatre“ hat heute sechs Theatergruppen, die aus jeweils vier professionellen Schauspielern bestehen. Sie touren durch ganz Deutschland, unternehmen aber auch Gastspielreisen nach Frankreich, Japan und in die Niederlande. Sie treten hauptsächlich an Gymnasien sowie Haupt- und Realschulen auf.
Der Name des Theaters bezieht sich auf das Symbol des weißen Pferdes. Es war auf der Flagge der angelsächsischen Einwanderer abgebildet, die vor 1500 Jahren aus Deutschland nach England kamen. Es ist zugleich aber auch das Wappentier von Westfalen, wo das Theater seinen Sitz hat, und von Kent, wo Peter Griffith geboren wurde.

WLZ vom 21. September 2009

 

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