Abschied von Haupt- und Realschülern

Anstrengung hat sich gelohnt

Die Entlassschüler des H/R-Zweigs der Uplandschule mit den Klassenlehrern Karl-Heinz Kesper und Sonja Binder (vorn links). Foto: Ulrike Schiefner

Uplandschule entlässt 37 Real- und neun Hauptschülerinnen und -schüler

Willingen (bk). „Ein Kompliment” heißt einer der Songs, den die Rock-AG zum Abschied der Haupt- und Realschulabsolventen anstimmten.  Komplimente gab’s auch sonst noch reichlich.

Die Jugendlichen haben es geschafft. „Die mit Bangen und Ängsten erwarteten  Abschlussprüfungen haben die meisten mit Bravour gemeistert”, bescheinigte Schulleiter Norbert Volkwein den bisherigen Schülerinnen und Schülern der Uplandschule, die gestern feierlich entlassen wurden. Der Direktor verglich die Entwicklung in den letzten Jahren mit dem derzeitigen Top-Thema. Während die Jugendlichen früher den Ball oft flach hielten, sehr defensiv ausgerichtet waren, oft auf die Reservebank wechselten, die Stürmer im Regen stehen ließen, etliche Elfmeter verschossen haben und bei klaren Regelverstößen manchmal die Gelb-Rote Karte sahen, haben sie in den letzten Monaten doch deutliche Fortschritte gezeigt.  Der Schulleiter sprach von besserer Ballannahme und -verwertung und präzisen Pässen, also von enormen Fortschritten bei Lernaktivität, Ausdauer, Selbstständigkeit und individueller Selbstkontrolle.
Norbert Volkwein wies darauf hin, dass die Schule nicht nur ein Lernort war, an dem Wissen und Können angehäuft wurden. Vielmehr hat die UPS den Absolventen auch nötige soziale Kompetenzen vermittelt. Sie haben gelernt, sich in die Ansichten und Bedürfnisse ihrer Mitmenschen einzufühlen und Strategien zur Konfliktbewältigung erarbeitet. „Ihr habt das Rüstzeug erworben, um euch den neuen beruflichen und schulischen Herausforderungen zu stellen.” Die weitere Ausbildung, so der Schulleiter, verlangt Leistung und Pflichterfüllung. Erwartet werden auch Freiwilligkeit und soziales Engagement. „Wir brauchen die ,Just-do-it-Generation’, die anpacken kann und die die Zukunft als Verantwortung sieht.”

Spektrum breit gefächert

Rektor Herbert Hellwig nannte einige Zahlen: Von 37 Realschülern haben 36 die mittlere Reife, von neun Hauptschülern alle den Abschluss, sieben sogar den qualifizierenden Hauptschulabschluss geschafft. Das jetzt angestrebte schulische und berufliche Spektrum ist breit gefächert, wobei Hellwig im Vergleich zu den Vorjahren einen stärkeren Trend in Richtung Ausbildung erkennt.
Er verwies darauf, dass es grundsätzlich positiv zu bewerten ist, dass Jugendliche nach ihrem Schulabschluss eine höhere Qualifikation anstreben, „hört man doch von Wirtschaftsvertretern regelmäßig Klagen über den Mangel an qualifizierten Fachkräften. Andererseits werden trotz der jetzigen angespannten Wirtschaftslage dringlich Auszubildende gesucht, denn es gibt zurzeit weniger Bewerber als offene Ausbildungsplätze.” Herbert Hellwig hofft, dass die bisherigen Uplandschüler Talent, Leidenschaft und Einsatz beweisen und vorhandene Chancen nutzen. Er wünschte ihnen Durchhaltevermögen und Erfolg.
Die R10-Klassenlehrer Sonja Binder und Karl-Heinz Kesper plauderten aus dem Nähkästchen und gaben den jungen Leuten gute Wünsche mit auf den Lebensweg. Lehrer Fridolin Erler, der mit den H9-Schülern besonders verbunden ist, dankte für deren ansteckende Unbeschwertheit. Bürgermeister Thomas Trachte sprach mit Blick auf die demografische Entwicklung den Wunsch aus, dass die Abschlussschüler die Ausbildungschancen und Karrieremöglichkeiten in der Gemeinde nutzen. Er empfahl ihnen, sich Ziele zu stecken und an deren Verwirklichung zu arbeiten. Die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Annegret Behle, hält es für besonders wichtig, dass die jungen Leute ihre Fähigkeiten erkennen und nutzen, dass sie sich von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen, dass sie aktiv teilhaben an der Dorfgemeinschaft und sie stärken und unterstützen.

Begabungen entfalten

Leuchtend gelbe Puzzle-Teile brachte Pfarrer Christian Röhling mit – Symbole für Abschnitte des Lebens und für die Begabungen, die die Jugendlichen in sich tragen. Sie sollten diese Begabungen weiter entfalten, so sein Wunsch, und auf Gottes Segen vertrauen. Namens der Schülerschaft gratulierte Schulsprecher Matthias Schilling. Für die Abschlussklassen sprachen Katharina Schuler, Christoph Müller und Jana Martens. Die Lehrer freuten sich über viel Anerkennung und manches Abschiedsgeschenk als Dankeschön. Neben der Rock-AG sorgte die Tanzgruppe der Schule unter Leitung von Viola Linke für die schwungvolle Ausgestaltung der Entlassungsfeier.

(WLZ vom 26. Juni 2010)

 

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