SCW-Sportler auf großer Wintersportreise nach Obertilliach

Schneetraining unerlässlich

Stehend v.l. Lennard Willems, Philipp Rehbein, Christopher Niggemann, Tom Gombert, Sven Lohschmidt. Kniiend v.l: HSV-Trainerin Susen Fischer, Leonie Litzenbauer und Sophie Leipold.

Traditionell nutzen die Skilangläufer und Biathleten des SC Willingen die DKB Skisport-Halle in Oberhof, um vor den Lehrgängen und der Wintersaison die Einstimmung auf Schnee vorzunehmen. So waren die Skijäger Lennard Willems, Sven Lohschmidt und Tom Gombert schon Ende Oktober für eine Woche in der Skimetropole in Thüringen im Rahmen des D-C Kaderlehrganges des Deutschen Skiverbandes (DSV) aktiv.Und auch im November trainierten die Biathleten aus dem Upland an zwei Wochenenden in Oberhof, bevor es Ende des Monats zum Lehrgang nach Obertilliach geht. Mit dabei war die komplette Trainingsgruppe aus Willingen, die nach dem Laufbahnende von Janik-Noah Diaz-Weber und Leon Schober im Sommer dieses Jahres aus acht Sportlerinnen und Sportlern besteht. Das sind Leonie Litzenbauer, Maximilian Jänsch, Christopher Niggemann (alle J16), der für den Westdeutschen Skiverband (WSV) an den Start geht, Sophie Leipold, Philipp Rehbein (beide J17) sowie Sven Lohschmidt, Tom Gombert, und Lennard Willems (alle J18).Wie selbstständig die jungen Athleten sind, zeigt der Ablauf eines solchen Oberhof-Wochenendes. Nach Schulschluss an der Uplandschule am Freitag geht es sofort los mit dem Bus Richtung Oberhof, um dort nach der Ankunft direkt in der DKB Skisport-HALLE auf Schnee zu trainieren. Am Samstag müssen sich die Sportler in aller Herrgottsfrühe um 6.00 Uhr selbst verpflegen, weil das Hotel dann noch kein Frühstück anbietet. So werden die Ski schon wieder um 7.30 Uhr angeschnallt, und die moderne Halle ermöglicht sogar Komplextraining. Am ersten der beiden Wochenenden waren auch die deutsche Biathlon-Nationalmannschaft mit allen Assen und weitere namhafte Skijäger vor Ort. Das DSV-Team hat sich schon am 10. November auf den Weg Richtung Norwegen gemacht, um den Feinschliff für die Weltcupsaison zu bekommen und die restlichen Startplätze auszulaufen.„Es ist für uns Nachwuchssportler viel wert, die Profis laufen zu sehen“, sagt Leonie Litzenbauer vom SC Willingen. „Da können wir uns jede Menge abgucken.“ Und Philipp Rehbein pflichtet bei, das diese Trainingsmaßnahme optimal ist: „Wir sind natürlich nach den vielen Trainingseinheiten im Sommer und im Herbst noch die kurzen Trainingsroller gewohnt, aber das Skigefühl ist bereits nach zwei gelaufenen Runden wieder da.“ Das zweite Frühstück um 9.30 Uhr haben sich die Biathleten nach diesem schweißtreibenden Tagesauftakt mehr als verdient. Nachmittags folgten ein für die Wettkampfvorbereitungen unerlässliches Grundlagenschießen sowie weitere Kilometer auf Skiern und den Turnschuhen.Am Sonntag wiederholt sich das Spiel für die Frühaufsteher. Leistungssport ist demnach wahrlich nichts für Morgenmuffel. Nach dem Mittagessen endete das Trainingswochenende unter Leitung von Trainerin Susen Fischer vom Hessischen Skiverband (HSV) mit sogenannten Cross-Imitationen, also einem Kraftausdauertraining. Wurde am ersten Wochenende durch die erfahrene Trainerin noch mehr auf Grundlagenausdauer gesetzt, legte sie beim zweiten Mal den Schwerpunkt mehr auf die höheren Intensitäten.„Zusammen mit dem D-C Kader-Lehrgang haben Sven, Tom und ich es in Oberhof auf 200 Kilometer auf Ski gebracht, was uns ganz bestimmt einen Vorteil gegenüber den Konkurrenten aus den anderen DSV-Landesverbänden verschafft“, so Lennard Willems. Er ist der älteste Sportler in der Trainingsgruppe aus Willingen und schätzt „diese fantastische Möglichkeit, vor dem Winter in Oberhof auf Schnee trainieren zu können gegenüber den Mitbewerbern als nicht selbstverständlichen Luxus“ ein. Der Dank der gesamten Gruppe geht deshalb an die Verantwortlichen, die solche Maßnahmen möglich machen.Auf den Schneelehrgang im bekannten Biathlonzentrum und Weltcuport Obertilliach in Osttirol freuen sich alle sehr. In diesem Jahr dauert der Aufenthalt sogar etwas länger als in den Vorjahren. Am 30. November geht es vom waldeckischen Upland aus los, am 17. Dezember endet die Vorbereitungsmaßnahme. Höhepunkt ist ein gut besetzter Wettkampf, der 1. Alpencup der Saison am 13./14. Dezember. Von Obertilliach aus geht es dann für die Trainingsgruppe direkt nach Lenzerheide weiter, wo auf Schweizer Boden der 1. Deutschlandpokal und gleichzeitig der 2. Alpencup ausgetragen wird (20./21. Dezember). Auf die etwas ruhigeren Festtage über Weihnachten bei ihren Familien dürfen sich die ehrgeizigen Sportlerinnen und Sportler, die eine gute Trainingsmoral und ein tolles Klima im Team haben, danach freuen. (von Dieter Schütz)

 

Das könnte dich auch interessieren...