Bericht

Inhalt

1. Zusammenfassung – Stärken und Entwicklungsbedarfe der Qualitätsbereiche
1.1 Entwicklungsziele und Strategien
1.2 Führung und Management
1.3 Professionalität
1.4 Schulkultur
1.5 Lehren und Lernen
1.6 Ergebnisse und Wirkungen
2. Grundlagen des Berichts
2.1 Ablauf der Schulinspektion
2.2 Erhebungsmethoden und -instrumente
3. Qualitätsprofil der Schule
3.1 Voraussetzungen und Bedingungen
3.2 Entwicklungsziele und Strategien
3.3 Führung und Management
3.4 Professionalität
3.5 Schulkultur
3.6 Lehren und Lernen
3.7 Ergebnisse und Wirkungen

Anlagen

Vorwort

Nach Abschluss der knapp einjährigen Pilotphase, in deren Verlauf 50 Schulen evaluiert und Verfahren und Instrumente der Schulinspektion erprobt wurden, hat das Land Hessen im Schuljahr 2006/07 mit der Regelphase der externen Schulevaluation begonnen. In einem Turnus von ca. vier Jahren werden landesweit alle Schulen regelmäßig evaluiert.

Aufgabe der externen Schulevaluation ist die systemische Analyse von Rahmenbedingungen, Arbeitsprozessen und -ergebnissen aller hessischen Einzelschulen in regelmäßigen Abständen. Die Bezugsgröße für die Ermittlung der Schulqualität bilden ausgewiesene Qualitätsbereiche und -kriterien, die im „Hessischen Referenzrahmen Schulqualität 2005“1 (HRS) festgelegt sind.

Das Ziel der externen Evaluation besteht darin, die schrittweise selbstständiger werdenden Schulen bei ihrer Arbeit zu unterstützen und die eigenverantwortliche Qualitätsentwicklung zu befördern. Evaluiert wird die Schule als Gesamtsystem, also nicht einzelne Lehrkräfte oder Lerngruppen.

Die vom Evaluationsteam ermittelten Befunde werden im hier vorliegenden Bericht dargestellt und der Uplandschule Willingen sowie der zuständigen Schulaufsicht übergeben. Im ersten Teil fasst der Bericht zentrale Evaluationsergebnisse bezogen auf die Qualitätsbereiche des HRS zusammen. Hier werden „Stärken“ und „Entwicklungsbedarfe“ formuliert.

Im zweiten Teil werden Grundlagen und Verfahren der Evaluation dargestellt. Der dritte Teil enthält die ausführliche Beschreibung der Evaluationsbefunde für die sieben Qualitätsbereiche. Der Anhang besteht aus einer Übersicht über den Ablauf des Schulbesuches sowie einer Auswertung der Unterrichtsbeobachtungen.

Das Evaluationsteam bedankt sich bei allen an der Uplandschule arbeitenden Personen für die freundliche Aufnahme und die Unterstützung dieser Evaluationsmaßnahme.

Zusammenfassung

1. Zusammenfassung – Stärken und Entwicklungsbedarfe der Qualitätsbereiche

1.1 Entwicklungsziele und Strategien

Stärken des Qualitätsbereichs „Entwicklungsziele und Strategien“

  • Das erstellte Arbeitsprogramm ist eine wichtige und akzeptierte Orientierung für die Lehrkräfte der Uplandschule.
  • Der Fortbildungsplan weist eine Reihe von Themen auf, die auf die im Arbeitsprogramm benannten Entwicklungsvorhaben abgestimmt sind.
  • Die gegenwärtige Praxis der internen Evaluation bietet Ansatzpunkte für eine systematische interne Evaluation, aus der sich wichtige Hinweise für die weitere Schulentwicklung gewinnen ließen.

Entwicklungsbedarfe des Qualitätsbereichs „Entwicklungsziele und Strategien“

  • Für die Erarbeitung eines Schulprogramms liegt derzeit kein Aktionsplan vor.
  • An der Schule existiert keine Feedbackkultur.
  • Die Reflexion von Evaluationsergebnissen mündet bislang nicht in Vereinbarungen zur Weiterentwicklung der Arbeit in Schule und Unterricht.
  • Die Struktur des Fortbildungsplans lässt momentan keine Evaluation des Nutzens von Fortbildungen zu.


1.2 Führung und Management

Stärken des Qualitätsbereichs „Führung und Management“

  • Der Schulleiter befördert das Zusammenwachsen der ehemals zwei Schulen zu einer gemeinsamen.
  • Die Schulleitung versteht sich in diesem wichtigen Prozess des „Zusammenwachsens“ als Team und organisiert ihre Zusammenarbeit entsprechend.
  • Gestaltungsspielräume werden genutzt.
  • Die Lehrkräfte sind in Prozesse und Verantwortlichkeiten eingebunden.

Entwicklungsbedarfe des Qualitätsbereichs „Führung und Management“

  • Die Kooperationsbedingungen in Schulleitung und Verwaltung sind durch die räumlichen Bedingungen aktuell noch erschwert.
  • Fachkonferenzen finden nicht durchgängig und nicht regelmäßig statt.
  • Klärungsbedarf gibt es hinsichtlich der wahrgenommenen Einbindung der Schülerschaft.


1.3 Professionalität

Stärken des Qualitätsbereichs „Professionalität“

  • Alle an der Schule Beteiligten schätzen die fachliche Kompetenz der Lehrkräfte als hoch ein.
  • Die Vereinbarungen zum Methodenlernen stellen einen wichtigen Baustein zur Förderung der Kommunikations- und Kooperationsstrukturen dar.
  • Mit dem Angebot schulinterner Fortbildungen ergreift die Schule eine Maßnahme, um den Lehrkräften die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen zu erleichtern.

Entwicklungsbedarfe des Qualitätsbereichs „Professionalität“

  • Die Fortbildung der Lehrkräfte erfolgt nicht konsequent mit Blick auf die Schwerpunkte des Schulprogramms („Arbeitsprogramm“).
  • Mitarbeitergespräche werden von den Lehrerinnen und Lehrern erst in geringem Umfang zur beruflichen Orientierung genutzt.
  • Teamarbeit als Möglichkeit zur Kompetenzerweiterung, Kommunikation und Kooperation wird nur von einem Teil der Lehrkräfte genutzt.
  • Verbindliche Absprachen über Unterrichtsinhalte, Standards und Erziehungsgrundsätze zur Arbeit in Klassen, Schulformen und / oder Schulstufen sind nur teilweise etabliert.

1.4 Schulkultur

Stärken des Qualitätsbereichs „Schulkultur“

  • Alle Beteiligten nehmen einen angenehmen zwischenmenschlichen Umgang an der Uplandschule wahr.
  • Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern fühlen sich in der Schule gut beraten.
  • Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II nehmen Gestaltungsmöglichkeiten wahr.
  • Die Schule baut ihre Pädagogische Mittagsbetreuung aus; das Essensangebot im Rahmen der Pädagogischen Mittagsbetreuung findet trotz noch fehlender attraktiver Räume Anklang.
  • Die Schule entfaltet eine Reihe von Aktivitäten zur Studien- und Berufsorientierung.
  • Die Schule betreibt eine aktive Öffentlichkeitsarbeit.
  • Insbesondere sportliche Erfolge der Schülerschaft werden öffentlich gewürdigt.
  • Eltern unterstützen die Schule in vielfältiger Weise.

Entwicklungsbedarfe des Qualitätsbereichs „Schulkultur“

  • Die Schulordnung ist für die Grundschule sprachlich nicht angemessen.
  • Die Einbindung in die SV-Arbeit ist nicht für alle Schulstufen und –zweige gleichmäßig gegeben.
  • Eine schulzweigübergreifende Arbeit ist entwicklungsbedürftig.
  • Kooperationen mit Kindergärten und den zuliefernden Grundschulen sind ausbaufähig.
  • Die Homepage wird noch nicht als gemeinsame Kommunikationsplattform der Schulgemeinde genutzt.

1.5 Lehren und Lernen

Stärken des Qualitätsbereichs „Lehren und Lernen“

  • In den besuchten Unterrichtsstunden der Grundschule ist eine klare Strukturierung erkennbar.
  • In der Grundschule wird das selbstständige Lernen besonders gefördert
  • In der Grundschule vollzieht sich der Unterricht in positivem pädagogischem Klima und wird durch Regeln und Rituale unterstützt
  • Die Leistungsanforderungen und Leistungsbewertungen sind für die Eltern und die Schülerinnen und Schüler transparent.
  • Schülerinnen und Schüler werden gut auf Leistungsüberprüfungen und Abschlüsse vorbereitet.
  • In der Sekundarstufe II zeigen sich eine hohe Variabilität von Lernarrangements und die Offenlegung von Unterrichtszielen.

Entwicklungsbedarfe des Qualitätsbereichs „Lehren und Lernen“

  • In der Grundschule wird die Unterrichtszeit teilweise nicht lernwirksam genutzt.
  • Der Anstoß zur Reflexion von Lernzielen und Lernprozessen ist kein übliches Prinzip des Unterrichts.
  • Binnendifferenzierende Maßnahmen zur individuellen Förderung sind wenig Bestandteil des Unterrichtsalltags.
  • Anwendungsorientierung und Anschlussfähigkeit des Gelernten ist nicht hinreichend erkennbar.

1.6 Ergebnisse und Wirkungen

Stärken des Qualitätsbereichs „Ergebnisse und Wirkungen“

  • Die Uplandschule schafft in der Grundschule gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn ihrer Schülerinnen und Schüler in den weiterführenden Schulen.
  • Die Schule arbeitet in der Sekundarstufe II erfolgreich im Sinne des Erreichens des Abiturs.
  • Die Anzahl der Nichtversetzungen bzw. freiwilligen Wiederholungen ist gering, unentschuldigte Fehlzeiten stellen kein Problem dar.
  • Die Schule führt ein erstelltes Methodencurriculum durch und macht Angebote zur Studien- und Berufsorientierung.
  • An der Uplandschule Willingen herrscht bei der gesamten Schulgemeinde eine hohe Schulzufriedenheit.

Entwicklungsbedarfe des Qualitätsbereichs „Ergebnisse und Wirkungen“

  • Die Noten in den Zentralen Abschlussprüfungen im Bereich Haupt- und Realschule sind in Teilen unterdurchschnittlich. Konsequenzen aus den Ergebnissen sind nicht erkennbar.

Download

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