Respekt und Toleranz

Upländer Präventionstage eröffnet

Vertreter der siegreichen Klassen mit Ehrengästen und Juroren. Foto: Ulrike Schiefner

Sucht- und Gewaltprävention, Respekt und Toleranz: Das ist das Themenspektrum der Upländer Präventionstage, die gestern eröffnet wurden.

von Ulrike Schiefner

Willingen. „Suchtkrankheiten können jeden treffen“, so Bürgermeister Thomas Trachte bei der Auftaktveranstaltung. Es sei ein wichtiges politisches Anliegen der Gemeinde, die Präventionsarbeit zu unterstützen und zu fördern. Er würdigte in diesem Zusammenhang das Engagement des Präventionskreises und insbesondere auch die kirchliche Jugendarbeit.Jugendliche seien oft einsam, fühlten sich missverstanden und nicht genügend umsorgt, erklärte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Es komme darauf an, bei der Vermittlung von Respekt anderen gegenüber und gutem Umgang miteinander schon früh anzusetzen. Sein Dank galt allen, die sich bemühen, Jugendlichen ein gutes Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, sie zu starken und mündigen Menschen zu erziehen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Er riet dem Nachwuchs, sich in Sportvereinen, auf musikalischem Gebiet oder im kirchlichen Bereich zu engagieren. Die Leiterin der Uplandschule, Barbara Pavlu, verdeutlichte, dass es in der UPS vielfältige Aktivitäten gibt, um Sucht und Gewalt vorzubeugen. Sie zeigte sich begeistert von dem Theaterstück, das die sechsten Klassen unter Regie von Schulsozialarbeiterin Karin Stade erarbeitet haben und gestern aufführten. Ulrike Ritter (Diakonisches Werk) und Michaela Urban (Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg) gaben die Gewinner des Kunstwettbewerbs bekannt (wir berichteten darüber in unserer gestrigen Ausgabe). Die Klassen G 5 b und G 7 b kamen mit ihren Arbeiten gemeinsam auf den ersten Platz und erhielten je 100 Euro für die Klassenkasse. Den zweiten Preis (jeweils 75 Euro) bekamen die Klassen H/R 6 b und H/R 7 a. Schülerinnen und Schüler der Klasse H/R 8 b sorgten für das leibliche Wohl der Besucher.

WLZ vom 05. Februar 2015

Stichwort Upländer Präventionskreis

Die Präventionstage werden vom Upländer Präventionskreis veranstaltet, den Jugendarbeiterin Yvonne Pixa bei der Veranstaltung im Willinger Besucherzentrum gestern vorstellte.  Zu dem Arbeitskreis gehören augenblicklich Vertreter der Gemeinde Willingen (Upland), der Polizei, der Fachstelle Suchtprävention des Diakonischen Werks WaldeckFrankenberg, der Uplandschule, des Freundeskreises WaldeckFrankenberg e.V. und der evangelischen Jugend Upland. Sie treffen sich alle sechs bis acht Wochen. Die Arbeitsgemeinschaft, die früher als „Runder Tisch Suchtprävention“ firmierte, führt seit knapp 15 Jahren Aktionen und Aufklärungsprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch. Zu den Schwerpunkten gehört die Arbeit im suchtpräventiven Bereich. „Wir sind bemüht, Kinder und Jugendliche für den Alltag stark zu machen, um Süchten vorzubeugen“, so Yvonne Pixa.
Neben den präventiven Angeboten hat der Arbeitskreis im vergangenen Jahr beispielsweise einen Leitfaden entwickelt, der Tipps zur Einhaltung des Jugendschutzes enthält und Richtlinien und Bestimmungen aufzeigt. In diesem Jahr möchten die Beteiligten gern mit Vereinen und Verbänden über dieses Thema diskutieren. Die Jugendarbeiterin wies darauf hin, dass sich der Upländer Präventionskreis bemüht, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu agieren. Es ist den Akteuren vielmehr wichtig, durch Gespräche und Informationen vielleicht Veränderungen zu bewirken, die dem Schutz der Kinder und Jugendlichen dienen. Die Sprecherin nannte zahlreiche weitere Aktionen und Angebote: das Minigolfturnier in Usseln, das Klettern in der Willinger Kletterhalle und das „Kino für Kids“, das „Public Viewing“ zur Fußball-Weltmeisterschaft und die Kletteraktion für spanische und deutsche Azubis.  (bk)

 

Das könnte dich auch interessieren...