Ein Pfiff – und alle spuren …

Urkunde, Blumen und ein Präsent zum Dienstjubiläum: Unser Bild zeigt Monika Lange-Figge (Mitte) mit Schulleiterin Barbara Pavlu (rechts) und Anette Rudy vom UPS-Personalrat. Foto: Ulrike Schiefner

Monika Lange-Figge seit vier Jahrzehnten im Schuldienst

Sie ist die dienstälteste Lehrerin der Uplandschule (UPS) und gehört sozusagen zum „Inventar“: Monika Lange-Figge wurde am Freitag für 40-jährige Tätigkeit im Schuldienst geehrt.

von Ulrike Schiefner

Willingen. Sie kennt ihre Pappenheimer genau und weiß die Kinder und Jugendlichen zu nehmen. Keiner kann ihr das sprichwörtliche X für ein U vormachen. Und wenn sie auf zwei Fingern pfeift, gehört ihr die ungeteilte Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler. „Alle spuren – auch die Lehrer!“, lacht ein Kollege, der ihre menschlichen Qualitäten ebenso schätzt wie ihre ausgezeichneten pädagogischen Fähigkeiten. Sie kann  den Unterrichtsstoff sehr gut vermitteln. Die Kinder lernen viel bei ihr – nicht nur Grundlagen der Mathematik und Biologie, sondern auch Tugenden wie Disziplin, Fleiß und Ordnung. Monika Lange-Figge stammt aus Marburg. Nach dem Studium in Gießen trat sie am 27. Februar 1975 ihr Referendariat an der damaligen Willinger Mittelpunktschule (MPS) an. Sie erinnert sich noch genau an jenen grauen Tag im ihr unbekannten Upland, an die Schneereste, die das Landschaftsbild bestimmten, und an ihren dringenden Wunsch, möglichst schnell versetzt zu werden. Doch daraus wurde glücklicherweise nichts.
Einmal abgesehen von einem kurzen Abstecher nach Berndorf gleich nach dem Referendariat hielt sie der Willinger Schule die Treue und erlebte manche organisatorische Änderung mit. So wurde das schulische Angebot in Willingen um den Realschulzweig ergänzt, und vor zehn Jahren erfolgte der Zusammenschluss der ehemaligen MPS und des Gymnasiums zur kooperativen Gesamtschule. Monika Lange-Figge räumt offen ein, dass sie mit dieser Entscheidung nicht glücklich war.  Sie denkt gern an das frühere kleine Kollegium und die dort herrschende, fast familiäre Atmosphäre zurück. Die Jubilarin hat zahlreiche Schulleiter erlebt: Helmut Kramer, Oswald Mannl, Harald Möllmer, Norbert Volkwein, Ilse Klingenberg, die das Amt vertretungsweise längere Zeit wahrgenommen hat, und jetzt Barbara Pavlu. Monika Lange-Figge trug als Klassenlehrerin stets besondere Verantwortung, hat bisher rund 35 Klassenfahrten mit den Jugendlichen unternommen und unterrichtet mittlerweile öfters die Kinder ihrer früheren Schülerinnen und Schüler. Die Arbeit macht ihr auch nach vier Jahrzehnten noch Spaß, doch sie gibt unumwunden zu, dass sie sich auf den baldigen Ruhestand freut. Sie ist sehr reiselustig und plant Touren ins europäische Ausland, aber auch in ferne Gefilde, beispielsweise nach Myanmar. Schulleiterin Barbara Pavlu und Anette Rudy, die im Namen des Personalrats sprach, gratulierten der verdienten Haupt- und Realschullehrerin zum Jubiläum und dankten ihr für ihre Zuverlässigkeit und ihr großes Engagement, das sich auch in ihrer langjährigen Tätigkeit im Personalrat und in der Schulkonferenz widerspiegelt.

WLZ vom 30. März 2015

 

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