Baupläne

Sanierung von Schulhof und Turnhalle

Wünschen sich dringend eine Aufstockung des Grundschultraktes, um der aktuellen Raumnot zu begegnen: Schulleiter Norbert Volkwein und seine Stellvertreterin Ilse Klingenberg. (Fotos: Ulrike Schiefner)

 Schulleitung der UPS hofft auf Aufstockung des Grundschultraktes – Wanderklassen vermeiden

Willingen (bk). Ortstermin an der Uplandschule: Schulleitung, Vertreter der Fachschaft Sport, des Gebäudemanagements und der mit der Planung beauftragte Architekt trafen sich am Mittwoch zu einem Gespräch über die in diesem und im nächsten Jahr angedachten Baumaßnahmen.

Angesichts der Raumnot an der Schule wird derzeit das frühere Fotolabor in einen Multifunktionsraum umgewandelt. Hier stehen nach der Fertigstellung  24 Laptop-Plätze zur Verfügung, so dass der Raum in Zukunft im Wesentlichen für Unterrichtszwecke der gymnasialen Oberstufe genutzt werden kann. Die Maßnahme schlägt nach Auskunft des stellvertretenden Betriebsleiters des Gebäudemanagements, Dirk Wilke, mit rund 50.000 Euro zu Buche.

Weitere 150.000 Euro sind für die grundlegende Sanierung des Schulhofs im Bereich des Haupt- und Realschultrakts vorgesehen. Er macht einen recht trostlosen Eindruck. Außerdem sind die Eisenstützen, die die überdachten Pausengänge tragen, teilweise angerostet. Die Arbeiten am Schulhof sollen in den Sommerferien durchgeführt werden.
Es ist ein Wunsch der Grundschule, auf dem Schulhof altersgerechte Spielgeräte für die kleineren Kinder aufzustellen. Die Anschaffung soll vom Erlös des Sommerfests, zu dem die UPS am Mittwoch, 8. Juli, einlädt, mitfinanziert werden.

Ein weiteres Thema der Besprechung war die anstehende Sanierung der Turnhalle der ehemaligen Mittelpunktschule. „Sie befindet sich in einem sehr schlechten Zustand”, betonte Schulleiter Norbert Volkwein auf Anfrage der Waldeckischen Landeszeitung. Die Glasbausteine sind kaputt und es gibt keine Schallisolierung, so dass die Innengeräusche sehr laut sind. Die Heizungsanlage entspricht ebenfalls nicht den Anforderungen und sollte durch eine Fußbodenheizung ersetzt werden.

Die Schulleitung macht sich dafür stark, dass es in der Halle in Zukunft keine unterschiedlichen Ebenen mehr gibt. Vielmehr sollte mit Blick auf sportliche Großveranstaltungen ein großer Raum geschaffen werden, der unterteilbar ist. Neue Umkleidekabinen sind ebenso erforderlich wie die bessere Ausstattung des Raums für Skisportler mit Spinden für die Wintersportausrüstung.
Um den Sportbetrieb während der etwa sechsmonatigen Bauzeit möglichst aufrecht zu erhalten, hat der Direktor darum gebeten, die Renovierung nicht in der zweiten Hälfte dieses Jahres, sondern erst im Frühjahr 2010 in Angriff zu nehmen. Dann kann die Stundentafel entsprechend angepasst werden. Der Sportunterricht könnte in der warmen Jahreszeit teilweise draußen stattfinden und die Bauarbeiten würden sich zumindest zeitweise auf die Ferien erstrecken.

Wirkt eher trostlos und nicht gerade kindgerecht: Der untere Schulhof der Uplandschule. Er soll in den Sommerferien saniert werden.

Dirk Wilke beziffert die Kosten für die Sanierung der Turnhalle auf rund 800.000 Euro. Die Mittel werden, so hoffen die Verantwortlichen, im Rahmen des Konjunkturprogramms des Bundes zur Verfügung gestellt. Sofern sich die Vorstellungen in der angedachten Form umsetzen lassen, würde die Turnhalle nach den Sommerferien 2010 wieder zur Verfügung stehen.Bei der Besprechung kamen weitere wichtige Anliegen der Schule zur Sprache: Zum einen die dringend notwendige Sanierung der Toiletten im Haupt- und Realschulbereich, zum anderen die seit Jahren gewünschte Aufstockung des Grundschultraktes. Hier könnten vier weitere Klassenräume geschaffen werden. Die Statik wurde seinerzeit beim Bau so berechnet, dass die Aufstockung problemlos möglich ist.

Schulleiter Norbert Volkwein und seine Stellvertreterin Ilse Klingenberg verweisen auf die aktuelle Raumnot an der UPS. So gibt es keinen Betreuungsraum und auch keinen Aufenthaltsraum für die Fahrschüler – nach Ansicht des Leitungs-Teams ein unhaltbarer Zustand angesichts der Tatsache, dass von den 663 Kindern und Jugendlichen, die die Schule besuchen, 490 Fahrschüler sind.Entsprechend den Vorgaben der Politik hat sich die Schule in den letzten Jahren mächtig ins Zeug gelegt, um neue Schüler zu gewinnen – mit Erfolg. So wird es auch im kommenden Schuljahr wieder vier fünfte Klassen geben (je zwei im Gymnasial- und im Haupt- und Realschulzweig). „Wir möchten auf jeden Fall Wanderklassen vermeiden“, so Norbert Volkwein. „Jede Klasse soll wissen, wo sie hingehört.”

Als mittelfristiges Ziel möchten der Schulleiter und seine Stellvertreterin zudem erreichen, dass es gelingt, alle Klassen am Schulstandort auf dem Gehren unterzubringen. Derzeit werden drei Grundschulklassen in der alten Willinger Volksschule unterrichtet.Die Notwendigkeit der von der Schule beantragten Aufstockung des Grundschultraktes wird vom Fachdienst Schule beim Landkreis Waldeck-Frankenberg geprüft.

(WLZ vom 15. Mai 2009)

 

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